|
Auf Perlen schäumenden Weines Herzliebchen trag`ich Dich fort, Fort zu den Ufern des Rheines, Dort weiß ich den schönsten Ort. |
| Dort siehst eine Insel Du ragen Im hellen Mondenschein, Die Pfalz die tut sie tragen, Dort wandern wir dann zu Zwein`n |
Es rauschen im Winde die Weiden, Wir schaun zu den Sternen empor. Wie gut ich Dich mag leiden, Das küß`ich Dir lachend in`s Ohr. |
| Es schwimmen herbei und lauschen Die Salme, die leckern Gesell`n, Und rings um uns da rauschen Des Deutschen Stromes Well`n. |
Dort wollen wir niedersinken Im Schloßhof beim Lindenbaum Und Liebe und Cauber trinken Umd träumen seligen Traum! |
Heinrich Heine, Düsseldorf 1824
Geschichten und Bilder rund um die Loreley